Phoenix Matthias Eckert

Servus beinand, Servus reader

Zeitig 2020 hatte die damalig medizinisch-gesellschaftliche Entwicklung dazu geführt, dass unsere Schwitzhütten wie auch Traditions-Feuer nur noch im jeweils gesondert reglementierten Rahmen stattfinden konnten.
Die Durchführung selbst stand dabei jedoch für uns hier in Hofhegnenberg nie in Frage und all die traditionellen Zeiten-Läufe fanden unverändert ihre Würdigung.

Jetzt – zum Zeitpunkt 2021, an dem der mit seinem Farbspiel berauschende Herbst uns an die Schwelle der Dunkel-Zeit führt – können wir wieder im erweiterten Umfang Euch aus vollem Herzen zu unserem FANKEI zu SAMHAIN einladen.
HHBG roter Herbst
? Wann:
Du bist eingeladen für den Sonntag, 31. Oktober - ab 16 Uhr wird´s am Fankei griawig. ? Wo:
Am Feuerplatz in 82297 Steindorf / Hofhegnenberg im Benefiziatenweg 13
? Was ist mitzubringen:
Liebe, Achtung und Respekt zum Feuer und allem Lebendigen gegenüber und:
Dein für Dich spezielles Essen - der Grill wird für Dein >Auflegen< glühen … sowie: gerne Deine Spende für´s >Holz-Schweinderl<
! zu beachten bitte:
dem Feuer und Funkenflug angepasste robuste Kleidung für das >Draussen-Sein<

Deine kurze Rück-Mail, ob Du kommst, erleichtert uns die Vorbereitung ! Danke.

Wir freuen uns auf Dich - Bärbel & Matthias
samt Hauskatze Gerti und den >Jungs< aus dem Hochland der Anden

Für den Fall der Fälle: 0170 – 11 95 195
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Samhain

das Fest der Transformation, des Sterbens und der Toten.


Es ist ein stilles, ein lauschendes Fest, zu dem sich die Tore der Anderswelt öffnen. Die perfekte Zeit, um den Kontakt zur „Welt hinter dem Schleier“ zu suchen.

Es ist so das letzte Erntedankfest des Jahres. Das Alte ist mit der Ernte abgeschlossen und so war Samhain bei unseren keltischen Vorfahren auch die Zeit des JAHRESWECHSELS.

Samhain ist von Alters her die Einladung gemeinsam im Kreis am Feuer Altes abzuschließen & sterben zu lassen damit Neues entstehen & begrüßt werden kann.

PS: Wenn dann mein Geburtsmonat, der Nebelmonat November beginnt, beende ich weitestgehend all die facettenreiche Arbeit in der äußeren Welt.
Nach einem geschäftigen Jahr im Außen tut es gut, sich zurückzuziehen.
Ähnlich dem Bären, der sich nach seiner Höhle sehnt, sehne ich mich nach der stillen Jahreszeit, nach Schnee, nach dem Einstieg in die Traumzeit, … und nach den Göttern, die während der Winter-Weihe-Nächte uns so nahe kommen.
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… und hier noch betrachtende Zeilen aus einem Newsletter von Prof. Wolf-Dieter Storl, hoch geachteter Kultur-Anthropologe und Ethnobotaniker, im Allgäu lebend.


In den nasskalten, nebligen Novembertagen ziehen lautlos übersinnliche Wesen durch die kahl gewordene Dornenhecke. In den unheimlichen Vollmondnächten des elften Monats – sie stehen im Jahresrad den wonnevollen Mainächten diametral gegenüber – öffnen sich die Gräber. Die Toten schwärmen aus, um der Göttin – nun in Gestalt der schwarzen, schreckenserregenden Totenherrscherin – zu huldigen.

„Das Außerordentliche geschieht nicht auf glatten gewöhnlichen Wegen." Goethe

Geisternächte
Rastlos schweifen sie, in Schatten und Nebel gehüllt, umher, lassen die Balken knarren und knacken, rütteln an den Fensterläden oder geben Klagelaute von sich.

Der schwarze Gott der Unterwelt, den die Kelten als Samain kannten, tritt seine Herrschaft an. Er vermählt sich mit der Göttin, die sich nun anschickt, ihre unterirdischen Gemächer zu beziehen.
Das Grün, die Lebenskraft und die Samen nimmt sie mit hinab in die Tiefen. Die strahlende Sonne siecht dahin und stirbt.

In neolithischen Zeiten wurde die Sonne als ein Hirsch mit goldenem Geweih imaginiert, dem der schwarze Jäger nun den Todesstoß versetzt. (In der Mittwinternacht tief in der Erde wird die schwarze Göttin das Licht dann neu gebären.)
Da nun die Kraft des Lebens dahin ist, ist es folgerichtig, dass nun kein Kraut, keine Heilpflanze mehr gepflückt werden darf.

In diesen Geisternächten werden die Menschen wiederum von dem Geschehen berührt. Sie reinigen den Herd, damit die verstorbenen Verwandten und Vorfahren sie besuchen können.
Sie stellen Äpfel, Haselnüsse, Hanfsamenbrei und andere Totenspeisen bereit und zünden Lichter an, denn die Toten erweisen sich dankbar für jede Zuwendung.

Hexen ziehen durch die Nacht
Für die Weisen Frauen ist es eine der besten Zeiten auszufliegen. Sie opfern eine Gans, weihen sie der Holle, indem sie sie mit Beifuß einreiben oder räuchern.
Im Gänsefett sieden sie die »Flugkräuter<<, mit denen sie sich oder die Besenstiele einschmieren. Sie fliegen durch den Rauchfang; sie fliegen bis über den Mond, um die tiefen Mysterien dieser Zeit auszuloten.
In diesen heiligen Totennächten offenbaren nämlich die Verstorbenen zukünftiges Schicksal. (Als Sinnbild wurde der Hexenmond durch eine hohle Steckrübe dargestellt, in der eine Kerze brennt; heute ist es der ausgehöhlte Kürbis.)
Früher wurden ausgehölten Rüben vors Haus gestellt. Heutzutage werden Kürbisse verwendet.

In den Geisternächten wagte sich niemand aus dem Haus. Wenn man dennoch irgendwohin gehen musste, dann schaute man niemals über die Schulter, es könnte ja ein Toter sein, der einen mitnehmen könnte.
Und wer sich hinauswagte, ging selber als Geist verkleidet.

In den keltisch geprägten Ländern vermummen sich die Jugendlichen als Gespenster und Hexen und ziehen durch die Nacht. Sie pochen an die Türen und bitten um Gaben. Bei Geizigen treiben sie Schabernack: Sie werfen Kohlköpfe polternd gegen die Türe, blasen Rauch durch das Schlüsselloch, verstopfen den Schornstein mit Torf, verschmieren die Fenster.

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